{"id":2894,"date":"2019-06-28T11:53:12","date_gmt":"2019-06-28T09:53:12","guid":{"rendered":"https:\/\/businessangelinstitute.org\/de\/?p=2894"},"modified":"2019-06-28T11:53:12","modified_gmt":"2019-06-28T09:53:12","slug":"gentics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/businessangelinstitute.org\/de\/gentics\/","title":{"rendered":"Softwarepioniere in \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p><em>*Das Interview erschien urspr\u00fcnglich im Buch Erfolgsgr\u00fcnder made in Austria (2014). <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Erfolgsgr%C3%BCnder-Made-Austria-Berthold-Baurek-Karlic-ebook\/dp\/B00PB8USY4\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1550593110&amp;sr=8-1&amp;keywords=erfolgsgr%C3%BCnder+made+in+austria\">Hier bestellen.<\/a><\/em><\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n<h3>Kurzbiographie<\/h3>\n<p><span>Bereits in den 90er-Jahren gr\u00fcndeten die Studienkollegen Klaus-M. Schremser, Haymo Meran und Alexander Szlezak zusammen mit Laurin Herlt das auf E-Commerce spezialisierte Unternehmen iShop Services. Im Jahre 2000 stie\u00dfen Jan Marsalek und Georg Geczek dazu und gemeinsam wurde das neue Unternehmen Gentics gestartet. Der gesch\u00e4ftliche Fokus verlagerte sich in Folge auf die Entwicklung von Content Management Systemen (CMS). Szlezak fungiert heute als Verkaufsleiter und Business-Stratege und Schremser ist als Chef der Finanzabteilung und als Key Account Manager t\u00e4tig. Meran verlie\u00df 2014 das Unternehmen und widmete sich dem Aufbau seiner Gr\u00fcndung wikidocs, einem Tool f\u00fcr kollaboratives Arbeiten, welches er Mitte 2014 an die australische Atlassian verkaufte.<\/span><\/p>\n<h3>Zum Unternehmen<\/h3>\n<p><span>Die Gentics Software GmbH ist ein Hersteller von Contentmanagement- und Portal-L\u00f6sungen. F\u00fcr seine innovativen Produkte konnte das Unternehmen bereits zahlreiche Auszeichnungen entgegennehmen. 2012 erwirtschaftete Gentics mit 35 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,5 Millionen Euro. Mit 1. J\u00e4nner 2013 kaufte die Austria Presse Agentur das Unternehmen und integrierte es in den eigenen Konzern.<\/span><\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n<h3>Erfolgsgr\u00fcnderInnen Interview<\/h3>\n<div><span><strong>Wie habt ihr als Gr\u00fcnderteam zusammengefunden und was war euer pers\u00f6nlicher Werdegang?<\/strong><br \/>Klaus-M. Schremser: Begonnen hat alles 1996 an der Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien. Durch einen Zufall habe ich auf der Uni einen Programmierer kennengelernt, mit dem ich Software f\u00fcr Online-Shops entwickeln wollte. Meine Aufgabe sollte der Vertrieb sein. Das Unternehmen ist aber nur sehr schleppend angelaufen und schon nach dem ersten Projekt ist mir der Programmierer abgesprungen. Daraufhin habe ich selber zu programmieren begonnen und ebenfalls \u00fcber die Uni Laurin Herlt und Alexander Szlezak kennengelernt. Alexander war schon immer ein guter Netzwerker und als wir einen neuen Programmierer gesucht haben, ist aus seinem Bekanntenkreis Haymo Meran zu uns gesto\u00dfen.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Das war sicher spannend, als du und Haymo euch das erste Mal getroffen habt?<\/strong><br \/>Schremser: An mein erstes Treffen mit Haymo kann ich mich noch gut erinnern: Wir waren im Wiener Caf\u00e9 Blaustern verabredet und ich habe auf ihn mit Hund und Camouflage-Hose gewartet. Als er mich da so sitzen sah, wollte er fast wieder umdrehen und gehen. Das hat er aber zum Gl\u00fcck nicht gemacht und mittlerweile verbindet uns eine innige Freundschaft.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Wie ging es dann weiter?<\/strong><br \/>Haymo Meran: Das erste CMS ist f\u00fcr die Firma Cycamp, mittlerweile Uniwerbung, entstanden. Zu dem Zeitpunkt waren wir noch vier Partner und firmierten unter iShop Services. Danach kam ein Auftrag f\u00fcr eine Schule und das dritte Projekt war schon f\u00fcr die Telekom Austria. Diesen Auftrag haben wir \u00fcber Georg Geczek bekommen, der in Folge unser f\u00fcnfter Partner wurde.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Mit der Telekom Austria ist euch sehr schnell ein gro\u00dfer Deal gelungen.<\/strong><br \/>Schremser: Das stimmt. Wir haben die Telekom Austria bereits im Jahr 2000 gewonnen und da war in der IT-Branche sicher noch vieles lockerer m\u00f6glich als heute. Die Telekom Austria hat sich sogar f\u00fcr unser System entschieden, obwohl sie die L\u00f6sung noch nicht genau evaluiert hatte. Wir wussten aber, dass wir nun auch liefern m\u00fcssen. So haben wir \u2013 also vor allem Haymo und Laurin \u2013 Tag und Nacht in unserem 35 Quadratmeter gro\u00dfen B\u00fcro an der ersten Softwareversion programmiert. Das Ergebnis war verwendbar, aber noch stark verbesserungsf\u00e4hig. Wir haben es dann geschafft, schnell eine hochwertige und gut verkaufbare zweite Version herauszubringen. Fast \u00fcber Nacht sind wir so vom E-Commerce zum Content Management gewechselt.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Ihr gebt Software heute auch als Open Source heraus. War das schon immer so?<\/strong> <br \/>Meran: Bis ins Jahr 2000 wurde der gesamte Software Markt prim\u00e4r von Herstellern beliefert. Die Unternehmen vertrauten noch nicht auf Open Source und erst als IBM bei ihren Servern auf Linux umstellte, hat sich da etwas zu entwickeln begonnen. Zum damaligen Zeitpunkt war Open Source deshalb f\u00fcr uns noch kein Thema.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Als ihr 2000 gestartet seid, wie habt ihr die Marktsituation damals erlebt und welche Strategie habt ihr f\u00fcr Gentics eingeschlagen?<\/strong><br \/>Schremser: 2000 war der Markt noch v\u00f6llig offen und es gab noch nicht viele Anbieter. Wir haben schnell herausgefunden, dass unsere St\u00e4rke im Dienstleistungsgesch\u00e4ft liegt. Deshalb haben wir uns auch ganz klar auf den \u00f6sterreichischen Markt konzentriert.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Aber andere Beispiele zeigen doch, dass auch kleine Startups sehr schnell expandieren k\u00f6nnen. War das nie eine Option?<\/strong><br \/>Schremser: Meine Erfahrung ist leider, dass man sich als \u00d6sterreicher da schwerer tut. In Wien sind 80 Prozent des heimischen IT-Marktes konzentriert und deshalb ist man es gewohnt, alle Kunden innerhalb einer Stunde zu erreichen. Die Deutschen haben drei bis zehn St\u00e4dte, die sie laufend besuchen m\u00fcssen und sind schon deshalb immer auf Achse. Wir haben 2008 die Vertriebsmannschaft deutlich ausgebaut und auch versucht, den deutschen Markt zu bearbeiten. Die pers\u00f6nliche Betreuung hat aber gefehlt. Wir h\u00e4tten ein B\u00fcro in Deutschland er\u00f6ffnen und dort kr\u00e4ftig investieren m\u00fcssen. Unser gr\u00f6\u00dfter Erfolgsfaktor ist die lokale N\u00e4he. Die Uniqa hat sich etwa f\u00fcr uns und gegen ein Schweizer System entschieden, weil die Schweizer alleine f\u00fcr die Terminfindung drei Wochen brauchten.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span>Meran: In \u00d6sterreich sind wir eine Kapazit\u00e4t auf dem Gebiet CMS. Da tun sich andere einfach schwerer, denn sie haben weder die gro\u00dfe Mannschaft noch die Spezialisten mit dem richtigen Know-how und k\u00f6nnen auch nicht die Consultingleistung vor Ort anbieten, die Gro\u00dfunternehmen brauchen. Wir haben in der Vergangenheit Schritt f\u00fcr Schritt gezeigt, dass wir genau das liefern k\u00f6nnen. H\u00e4tten wir auch auf den deutschen oder schweizerischen Markt fokussiert, dann h\u00e4tten wir wom\u00f6glich Kapazit\u00e4tsprobleme bekommen und unsere \u00f6sterreichischen Kunden vernachl\u00e4ssigt.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Wie hat bei euch die Finanzierung des Unternehmens ausgesehen?<\/strong><br \/>Schremser: Unser Anfangskapital war praktisch null und nat\u00fcrlich gab es auch bei den Auftr\u00e4gen einige Ups and Downs. Wir haben da lange Zeit auf viel verzichtet, aber wir hatten auch keine Familien zu ern\u00e4hren, oder gro\u00dfe Pl\u00e4ne f\u00fcr eine eigene Wohnung. Einen Gro\u00dfteil der Eink\u00fcnfte haben wir sofort wieder ins Unternehmen investiert. Das war uns wichtig, denn wir wollten nie einen Kredit aufnehmen, f\u00fcr den wir pers\u00f6nlich haften. F\u00fcr unsere Ausdauer wurden wir dann mit j\u00e4hrlichen Umsatzzuw\u00e4chsen von durchschnittlich 25 Prozent belohnt.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Ihr geht mit euren Produkten interessante Wege und entwickelt als kommerzieller Softwarehersteller den Aloha Editor als Open Source Software. Was steckt dahinter, Software als Open Source herauszubringen?<\/strong><br \/>Meran: Landl\u00e4ufig wird gerne angenommen, dass Open Source Software von Programmierern in der Freizeit entwickelt wird. Das ist eine Illusion, denn in den meisten F\u00e4llen stehen Firmen dahinter, die Ressourcen investieren, um die Software zu entwickeln und dann \u00f6ffentlich verf\u00fcgbar machen. Das Ziel dabei ist, m\u00f6glichst viele Leute zur Softwarenutzung zu bringen, Feedback zu bekommen und m\u00f6glicherweise auch neue Kooperationspartner zu finden. Das ist ein unheimlich komplexer Prozess. Den Aloha Editor haben wir vor drei Jahren entwickelt und auch deshalb als Open Source herausgebracht, um dadurch kompetitiven Druck aus dem Markt zu nehmen. H\u00e4tten wir den Aloha Editor als kommerzielles Produkt angeboten, w\u00e4re wahrscheinlich ein gro\u00dfer Mitbewerber hergegangen und h\u00e4tte relativ schnell eine \u00e4hnliche und noch umfangreichere Software entwickelt. F\u00fcr den Mitbewerb zahlt es sich jetzt nicht mehr aus, etwas zu entwickeln, was es ohnehin schon am Markt gibt und zudem frei nutzbar ist.<\/span><\/div>\n<h2 id=\"mce_0\" style=\"text-align: center;\">Willst Du Erfolgsgr\u00fcnder werden?<br \/>Wir unterst\u00fctzen Gr\u00fcnder und Investoren auf Ihrem Weg zum Erfolg.<\/h2>\n<p><script src=\"https:\/\/www.courseticket.com\/js\/courseticket.widget.core.js\"><\/script><\/p>\n<div class=\"courseticket-events\" data-options=\"limit:6;order:default;lang:de\" data-uid=\"4042\">\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Das klingt geradezu nach einer progressiven Strategie, den globalen Markt mit eigener Software zu beeinflussen. Also doch nicht nur Fokus auf den \u00f6sterreichischen Markt?<\/strong><br \/>Meran: Es wollen jedenfalls immer wieder Firmen von uns lernen, wie man Open Source Software entwickelt und wie solche Projekte gestemmt werden. Der Aloha Editor ist international ein gro\u00dfes Projekt mit hoher Anerkennung und guten Userzahlen. Er ist damit f\u00fcr uns ein unbezahlbares Marketing-Tool, denn Gentics hat dadurch weltweite Bekanntheit erlangt. Es ist schon toll, wenn dich Google anruft und sich wegen des Aloha Editors erkundigt.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span>Schremser: Noch ein wichtiger Aspekt ist das durch Open Source geschaffene Netzwerk. Haymo hat \u00fcber die Community-Betreuung Kontakte zu anderen Softwareherstellern kn\u00fcpfen k\u00f6nnen, die wir sonst nie kennengelernt h\u00e4tten. Letztes Jahr ist etwa das Team von jQuery zu uns gekommen und hat gefragt, ob wir die jQuery Konferenz Europa in Wien machen wollen. \u00dcber das Open Source Netzwerk haben wir daf\u00fcr Top-Speaker bekommen, wie zum Beispiel Mike West, der f\u00fcr die gesamte Google Chrome Security verantwortlich ist.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Die richtigen Mitarbeiter sind f\u00fcr ein IT-Startup immer entscheidend. Wie habt ihr es geschafft, Fachkr\u00e4fte zu binden \u2013 vor allem in Hinblick auf die finanziellen Verlockungen gro\u00dfer Arbeitgeber?<\/strong><br \/>Schremser: Es ist unendlich schwer Mitarbeiter zu finden, die zum Unternehmen passen und noch schwerer, sie immer zu motivieren. Etwa mit der vorher erw\u00e4hnten jQuery Konferenz schaffen wir einen Mehrwert f\u00fcr unsere Mitarbeiter, die so mit internationalen Gr\u00f6\u00dfen der IT-Branche in Kontakt kommen.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span>Meran: Unser Ziel ist, gute Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten. Wir k\u00f6nnen aber keine \u00fcbertriebenen Geh\u00e4lter zahlen. In der IT-Branche \u00fcberbezahlen gro\u00dfe Unternehmen Entwickler wenn sie dringenden Bedarf haben. Das macht kleinen Firmen wie uns das Leben schwer. Daher m\u00fcssen wir das mit Alternativen kompensieren. Wir wollen eine Arbeitsatmosph\u00e4re schaffen, in der sich die Entwickler wohl f\u00fchlen und gerne im Team arbeiten. Das erfordert Aufmerksamkeit und zus\u00e4tzliche Anreize, beginnend bei &#8222;Nerf Gun Wars&#8220; bis hin zum K\u00fchlschrank voll mit Mate Cola. <\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Je gr\u00f6\u00dfer ein Unternehmen wird, umso weniger k\u00f6nnen Gr\u00fcnder alle F\u00fchrungsaufgaben \u00fcbernehmen. Wie bildet ihr F\u00fchrungskr\u00e4fte aus?<\/strong><br \/>Schremser: Haymo hat ein echtes Talent daf\u00fcr, junge Kollegen zu F\u00fchrungskr\u00e4ften aufzubauen. 2007 sind wir das ganz konsequent angegangen. Bis dahin waren wir der Flaschenhals f\u00fcr alle m\u00f6glichen Entscheidungen. Ganz \u00fcberspitzt formuliert haben wir sogar entschieden, welches Klopapier bestellt wird. Wir haben deshalb die Leitung des Solutions Centers, unser Kerngesch\u00e4ft, an Andrea Schauerhuber \u00fcbergeben. Sie hat das, nach einem Mentoring von Haymo, sehr gut \u00fcbernommen. Danach hat Haymo ebenso die Softwareentwicklung an Clemens Prerovsky \u00fcberantwortet.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Zum Jahreswechsel 2012\/2013 habt ihr Gentics an die APA verkauft. War es immer euer Ziel, eines Tages zu verkaufen?<\/strong><br \/>Meran: Es war definitiv nicht unser Ziel, einfach nur zu verkaufen. Ein Unternehmen muss immer nachhaltig gef\u00fchrt werden, weil das implizit den Wert des Unternehmens steigert und den Verkaufsdruck nimmt. Ich habe mich aber auch nie dem Gedanken versperrt, etwas abzugeben. Emotionalit\u00e4t sollte bei Unternehmensentscheidungen nie eine Rolle spielen, ansonsten hat man eine \u00fcbersteigerte Sicht auf den Wert. Es geht immer darum, dass sich das preislich matchen muss, was einer zu verkaufen hat und ein anderer kaufen will.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span>Schremser: Als Gr\u00fcnder hat man auch immer den Verkauf im Hinterkopf. Man liest die tollen Erfolgsgeschichten von Startups, die in der Garage gegr\u00fcndet und dann zu einem sehr eintr\u00e4glichen Gesch\u00e4ft wurden. Unser Verkauf hing stark mit dem APA-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Kropsch und seinen Erfahrungen zusammen. Er ist vor rund 17 Jahren selbst \u00fcber ein eigenes Unternehmen in die APA gekommen und wenn wir uns mit ihm nicht so gut verstanden h\u00e4tten, dann w\u00e4re es vielleicht gar nicht zum Verkauf gekommen.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Wie gestaltet sich jetzt die Zusammenarbeit mit der APA?<\/strong><br \/>Schremser: Die APA hat bereits viele Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen gemacht. Gleichzeitig gibt es ein Klima, in dem Offenheit f\u00fcr Neues existiert. Mit G\u00fcnter Kaminger haben wir einen kompetenten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der APA bei Gentics bekommen. Nat\u00fcrlich waren anfangs Bef\u00fcrchtungen da, dass er das operative Gesch\u00e4ft kontrollieren m\u00f6chte, aber diese Bedenken haben sich schnell zerstreut. G\u00fcnter hat uns vielmehr dabei unterst\u00fctzt, uns bestm\u00f6glich in den Konzern zu integrieren und letztlich auch Nutzen daraus zu ziehen. Er hat sicherlich die Rolle eines Integrationsmanagers \u00fcbernommen und tut das auch heute noch. Ein weiterer Vorteil ist, dass er in der APA die Beteiligungen in Deutschland und der Schweiz verantwortet und daraus ergeben sich f\u00fcr uns wiederum interessante M\u00f6glichkeiten zur Skalierung.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Gentics hat eine beeindruckende Erfolgsgeschichte hinter sich. Gibt es trotzdem etwas, das ihr heute von Beginn an anders machen w\u00fcrdet?<\/strong><br \/>Schremser: Wenn ich noch einmal starten k\u00f6nnte, w\u00fcrde ich keine 13 Jahre brauchen wollen, um unser heutiges Niveau zu erreichen. Uns hat damals einfach die Erfahrung gefehlt. Ich denke, man muss sehr intensiv Personen suchen, die gut ins eigene Unternehmen passen oder Know-how einbringen, damit man das Produkt gleich global aufstellen und die richtigen Marketingma\u00dfnahmen umsetzen kann. Heute w\u00fcrde ich von Anfang an gr\u00f6\u00dfer denken und die Gesch\u00e4ftsprozesse fr\u00fcher automatisieren.<\/span><\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><span><strong>Abschlie\u00dfend eine ganz allgemeine Frage: Wie informiert ihr euch \u00fcber neue Unternehmensans\u00e4tze und Erfolgsrezepte?<\/strong><br \/>Schremser: Vor zehn Jahre habe ich damit angefangen, viele B\u00fccher zu lesen, um mir neue Anregungen und Denkanst\u00f6\u00dfe zu holen. Das Buch \u201eRich Dad, Poor Dad\u201c von Robert Kiyosaki bietet sehr viele gute Ratschl\u00e4ge. Einer davon ist, sich intensiv nach den besten Leuten f\u00fcr die eigenen Themen umzuschauen. Ansonsten lese ich gerne B\u00fccher \u00fcber Verkauf, Immobilien oder Organisation. &#8222;Die vier Stunden Woche&#8220; von Timothy Ferriss hat einen klugen Ansatz: Arbeit verteilen, reduzieren und unn\u00f6tige Arbeit vermeiden.<\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Emotionalit\u00e4t sollte bei Unternehmensentscheidungen nie eine Rolle spielen&#8220;, sagen Alexander Szlezak, Haymo Meran und Klaus-M. Schremser, die das auf CMS spezialisierte Unternehmen Gentics gr\u00fcndeten. Ein Interview \u00fcber ihre Erfolgsgeschichte.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2895,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2894","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v26.4 (Yoast SEO v27.3) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Softwarepioniere in \u00d6sterreich | BAI DACH<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"F\u00fcr Andreas Kern z\u00e4hlt vor allem die Relation zwischen Kosten und Umsatz. 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